Biografisches

Moor – Mann – Musik … so weit ist der Himmel und so tief sind die Farben – wie ein dunkler Moorsee in dem sich Wolken spiegeln; voller Melancholie – unergründlich und wunderschön. Vögel, die von hellgrünen Birken zwitschern und ihre Kreise über braune, abgetorfte Flächen ziehen. Als würde kein Morgen der letzte sein können, erheben sie sich und scheinen auf den Morast der Welt unter ihren Flügeln zu pfeifen.

Moor – Mann – Musik … geboren und aufgewachsen in Worpswede im Teufelsmoor, war die Kunst der dortigen Maler*innen, vor allem aber die Musik im Allgemeinen, schon immer Bestandteil seines Lebens. Erste eigene musikalische Gehversuche unternahm moormann bereits in der Schule, doch erst danach sollte er sich der Produktion elektronischer Musik vollends widmen. Im DIY-Modus erschafft er ausgereifte Tonträger – inklusive der darauf vorhandenen Titel natürlich! Seit fast zwanzig Jahren ist sein Domizil deutlich südlicher gewandert. Seither lebt er in Erlangen und hört einfach nicht auf, klingende Lieder zu komponieren … wenn er nicht gerade Schallplatten in einem Laden verkauft, oder als Club-Dj die geneigte Hörerschaft in Wallungen bringt.

Moor – Mann – Musik … Utzn-Utzn-Utzn-Utzn … ja, das gibt ganz grob moormanns Vorliebe für fröhliche 4/4-Takte wieder, täuscht aber darüber hinweg, dass auch Dub, Ambient oder sogar Reggae immer wieder auftauchen. Er selber bezeichnet seine Musik als „Sofa-Techno“, doch manchmal reißen die Beats dich behänd vom Hocker, ohne dabei zu frontal zu wirken. Und selbst wenn manches von gewisser Traurigkeit scheint, wird aufkeimende Schwermut mit einer Portion subtiler Ironie in rhythmische Schwingungen versetzt. Ausgedehnte Flächen laden dich ein, noch einen Moment zu verweilen, Details auf zu saugen und Gedanken nach zu hängen … so baut moormann auch seine Dj-Sets (die gerne mal 6-7 Stunden dauern können) auf und lässt dich und alle Willigen treiben oder wahlweise versinken, als würdest du zu weit in das sumpfige Moor vorgedrungen sein. Doch selbst wenn der Untergrund langsam nachgibt und du drohst, vollends unter zu gehen – am Ende reicht moormann dir die musikalische Hand und zieht dich wieder hoch – Ehrenwort!